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Informationen zu Kreta

Die Insel Kreta

Kreta ist der Grenzwall der ägäischen Inselwelt gegen das Libysche Meer, der südlichste Vorposten Europas. Gewaltige Gebirgsstöcke türmen sich auf - die Weissen Berge "Lefka Ori". Das heute "Psiloritis" genannte Ida-Gebirge und das Dikti-Gebirge; Hochebenen, von schwindelerregenden Schluchten durchzogen, senken sich zu fruchtbaren Ebenen.

Unglaublich abwechslungsreich die Landschaft - hier steinerne Einöde, dort waldreiche Höhen und liebliche Täler, mit Dörfern versteckt in üppigem Grün. "Mitata" (Feldhütten aus mörtellos geschichtetem Naturstein), einsame Klöster und Dörfer wie Adlerhorst hoch oben im Bergtal, verfallene Burgen und weltabgeschiedene Kapellen am Steilhang.

Steile, zerklüftete Felsküsten, wohin sich kaum je ein Wanderer verirrt, und gleich daneben wieder ein Strand mit weichem Sand oder rundgeschliffenen Kieseln.

Charakteristisch für das Landschaftsbild sind die Kastanien-, Eichen- und Zypressenwälder, und besondere Attraktionen der Palmenwald bei Vai-Preveli und der Wacholderwald auf Gavdos-Hrissi. In abgelegenen Bergeshöhen hat sich die nur auf Kreta heimische Gemse "Kri-Kri" zurückgezogen, Symbol des unbändigen Freiheitswillens der Kreter.

Auf dem "vierten Kontinent", wie die Kreter ihre Insel gern nennen, herrschen tatsächlich klimatische Gegensätze wie auf einem Kontinent: mittelmeerisch das Klima an der Nordseite, kontinental im gebirgigen Inselinneren und afrikanisch heiss mit milden Wintern an der Südküste.

Die wichtigsten Städte und Häfen Kretas liegen alle an der flachen und buchtenreichen Nordküste - Chania, Rethimnon, Heraklion, Agios Nikolaos und Sitia, während sich an der zerklüfteten Küste am Libyschen Meer, mit Blick auf Afrika, nur Ierapetra hat halten können.

Auf dieser Insel mit den fruchtbaren Ebenen unter wuchtigen Gebirgsmassiven hat sich eine der grössten Hochkulturen der Menschheit entwickelt, die Minoische Zivilisation (2800 - 1150 v.Chr.).

Die Römer übergaben im 4. Jahrhundert an die Byzantiner, die eine rege Bautätigkeit entwickelten: fast die Hälfte aller Kirchen Griechenlands stehen auf Kreta und die Fussbodenmosaiken einiger Basiliken gehören zu den grossartigsten ihrer Art.

Aber auch diese Epoche ging zuende und für eineinhalb Jahrhunderte (824 - 961 n.Chr.) war Kreta den Arabern ausgeliefert, die nahezu die ganze Insel verwüsteten. In diese Zeit fällt die Gründung der Festung "Chandax" (Graben), der heutigen Stadt Heraklion.

Nach dem Vierten Kreuzzug (1204) wurde Kreta Handelstützpunkt Venedigs. Bereits bestehende Festungen wurden ausgebaut, an strategischen Punkten neue angelegt (Gramvoussa, Spinalonga, Frangokastello, Ierapetra, Paleochora) und die Städte durch Befestigungsanlagen gesichert (Chania, Rethimnon). An die venezianische Herrschaft erinnern noch heute die Brunnen und Wasserleitungen, die grossen Plätze, die Kirchen und Palais in den verwinkelten Gässchen.

Trotz immer wieder aufflackernder Unruhen und Aufstände entwickelten sich sowohl Handel und Wirtschaft wie auch das geistige Leben zu grosser Blüte - Domenicos Theotokopoulos (El Greco) und der Heiligenmaler Michael Dameskenos sind nur die grössten Namen in einer Reihe genialer Künstler.

Unter Arkaden und Balkonen, auf den prächtigen Plätzen sangen Troubadoure vom Lieben und Leiden des "Erotokritos" (Versroman von Vinzenzos Kornaros) und der "Erofili" (Tragödie von Georgios Chortatsis), Meisterwerke der Kretischen Literatur des 17. Jahrhunderts.

Von der Expansion der Türken im Mittelmeerraum blieb auch Kreta nicht verschont. 1645 wurde Chania erobert, 1669 der letzte Widerstand gebrochen. 1913 kam es endlich zum Anschluss Kretas an Griechenland.

Diese Grossinsel hat aber nicht nur eindrucksvolle Zeugen der ältesten Kultur Europas zu bieten, nicht nur endlose Buchten am blauen, fast immer warmen Meer, durchsonnte Hochebenen, tiefe Schluchten, heisse Sonne und milde Sternennächte.

Das Leben in den Städten pulsiert, der moderne Lebensrhythmus hat auch hier seinen Einzug gehalten, ganz im Gegensatz zu den idyllischen Fischerdörfern und weltfernen Bergdörfern, in denen das Leben immer noch seinen alten, gemächlichen Gang geht.

Der Kreter weiss sich auch seine freie Zeit durchaus zu vertreiben: keine schattenspendende Platane, Eiche oder Maulbeerbaum, unter deren ausladenden Asten sich nicht ein Kafeneion angesiedelt hätte, wo man sich zum "Türkischen Kaffee" oder auch zum Ouzo eine Partie Tavli oder Karten mit dem Nachbarn liefern kann.

Für die leiblichen Genüsse sorgen die Tavernen und Imbisstuben; welcher Wirt etwas auf sich hält, bietet seinen Gästen "seine Spezialität" an - das kann Joghurt mit Honig sein, Kalitsounia, Fenchelpizza, Staka, Kaninchen mit Zwiebeln, Sfakia-Torte, Schnecken, gekochtes Ziegenfleisch. Derlei Gerichte findet man in Chania, Malaxa, Vrisses und den umliegenden Dörfern, sowie in Rethimnon, Heraklion und generell im Departement Lassithi. Fischtavernen haben sich auf Seeigel, Octupus und Tintenfisch über Holzkohle gegrillt oder gebratene Kalamari spezialisiert. Und zu allem wird natürlich der süsse, schwere kretische Wein serviert.

Es gibt kaum einen Heiligen, dessen Namenstag nicht irgendwo auf der Insel mit einem grossen Kirchweihfest gefeiert wird. Dabei darf die kretische Kniegeige, die Lyra, natürlich nicht fehlen, denn zu jedem Fest gehören die schnellen Rhythmen der kretischen Volkstänze Pentozali und Sousta, ebenso wie die typisch kretischen Pilafi und diverse Pfannengerichte.

Ein Schaufensterbummel lohnt sich in allen Städten Kretas: im geschäftigen Heraklion wie im mondänen Agios Nikolaos, im malerischen Rethimnon wie in Chania mit seinem aristokratischen Charme findet der Suchende eine verführerische Auswahl an Pelzen, Schmuck und Silberfiligran.

Und wer kann schon an den "Patanies" vorübergehen, diesen farbenprächtigen, nach alten Motiven gestalteten Webdecken, die so charakteristisch sind für die Auslagen der Souvenirläden in Sitia, Ierapetra und im Bergdorf Anogia, ebenso wie die geschmackvollen Leder- und Keramikwaren.

Was wäre ein echter Kreter ohne blanke Schaftstiefel? In Chania gibt es in der Skridloff-Strasse noch Schuhmachermeister, die sich auf die Kunst des Stiefelmachens verstehen und auch gut davon leben, denn so seltsam es auch klingen mag: die Kreter, auch die jungen, hängen an der kriegerischen Tracht ihrer Vorväter, zu der nun einmal die "Stivania", besagte blanke Stiefel, gehören.

Einen Besuch wert ist auch der zentrale Gemüsemarkt der Stadt, gegen den selbst eine "Grüne Woche" verblassen müsste, denn die Vielfalt der Erzeugnisse aus Landwirtschaft und Fischerei ist überwältigend, Obst und Gemüse von den fruchtbaren Ebenen der Insel, den hochmodernen Treibhäusern und Bergregionen füllen die Körbe: Avokado, Kiwifrüchte und Bananen, saftige Apfelsinen und aromatische Honigmelonen, süsse Feigen und delikate Feigenkaktusfrüchte, pralle Trauben und sonneschwere Tomaten, zarte Gurken, frisches Salatkraut von den Berkhängen, Schnecken (Chochlios), fangfrischer Gründling und Sardelle, superber Hummer, Zicklein aus Gavdos, pikante Würste, wohlriechender Thymianhonig und verschiedene hochwertige Käsesorten wie Hartkäse (Graviera), Quark (Mizithra), Schichtkäse (Anthotyros), Weichkäse (Malaka) und vor allem die kretische Spezialität Staka.

Der Tag geht zuende, ein heisser Tag am Strand oder ein Sightseeing-Tag im Gewimmel der Altstadt, und für den Abend eröffnen sich nun verschiedene Möglichkeiten. Da gibt es die Freilichtkinos (die meisten Filme werden übrigens im Originalton und mit griechischen Untertiteln vorgeführt) mit dem betäubenden Duft des Jasmins, die bequemen Sessel einer Eiskonditorei, den Bratenduft einer Fischtaverne am Meer, die Meditation am nächtlichen Strand oder, warum nicht, die aufpeitschenden Rhythmen einer Diskothek, das Schummerlicht einer Bar oder das Entertainment eines Luxushotels. Da hat noch jeder gefunden, was er suchte.


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